Degem - Deutsche Gesellschaft für elektroakustische Musik e.V.

DORTMUND - next mex, Freitag, 19.2.10

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Von: Maija Julius Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Hallo,
ich freue mich, das nächste mexKonzert anzukündigen.
Bis dahin,
Maija
= = =

Freitag, 19. Februar 2010 – 20h

mexKeller im Künstlerhaus Dortmund, Sunderweg 1
Eintritt 5 €

nyan 11

David Behrman (USA)
Long Throw
violin, laptop and live-electronic

Nicolas Collins (USA)
Salvage (Guiyu Blues)
for seven performers reanimating dead circuitry

Damian Marhulets (BY)
Displaces Meanings: 8 1/2 Bites
turntable, electronic and live visuals

DJ goes VJ. Damian Marhulets hat kassisch Oboe studiert. Jetzt  
überschreitet er intermediale Grenzen und verschiebt musikalisch die  
Bedeutungen seines ursprünglich von Atari-Spielkonsolen stammenden  
Videomaterials. Das Visuelle dieser Old-school 8 bit Computerspiele  
wird live durch Schallplatten-Klänge kontrolliert und verfremdet. Das  
Akustische suggeriert scheinbar (un-)passende Inhalte, und diverse  
Déja-vus erzeugen eine multipel mehrdeutige Spannung zwischen Abstrakt  
und Real. Spielstrategie: Mit Form und Inhalt experimentell jonglieren!
Long Throw, Auftragswerk für die legendäre Cunningham Dance Company  
(2007), beruht auf David Behrmans 1969er-Schallplattenproduktion des  
Cage-Stückes „Music for Marcel Duchamp“ von 1947. So spielen neben dem  
Hauptinstrument Violine Piano-Anklänge eine große Rolle. Wesentlich  
jedoch ist bei Behrman stets die Interaktion zwischen dem  
Computerprogramm und den aufführenden - gelegentlich auch virtuellen -  
Solisten, die individuell Tonhöhe oder Lautstärke der zart-vitalen  
Komposition verschieben. Technische Raffinesse: Klangsensoren.
Nicolas Collins bringt gerne Selfmade-Elektronik, Klangfunde und  
manipulierte Musikinstrumente auf die Bühne. So entwickelt er seit  
1974 beispielsweise eine Apparatur weiter, die raumspezifische “Ragas”  
aus computerkontrollierten Feedbacks erzeugt. Dabei reagieren  
fluktuierende Muster von Tönen auf Raumresonanz, Nachhallzeit und  
Besucherbewegung. Bei mex re-animiert er zusammen mit 6 Performern  
diverse tote Platinen. Collins als leitender Klangdoktor gibt vor  
allem vor, wann die agierende Hand jeweils still halten soll, so dass  
das erreichte Knarzen, Schrappen oder Fiepen für eine Weile stabil  
bleibt...

Veranstaltet von mex – intermediale und experimentelle Musikprojekte  
e.V. Mit freundlicher Unterstützung durch das Künstlerhaus Dortmund,  
sowie Pro Jazz e.V. und das Kulturbüro der Stadt Dortmund.
mex wird kuratiert von Maija Julius,
http://www.mexappeal.de

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